*Gefragt* Im Interview: Leah Cohn

Leah Cohn wurde 1975 in Linz/Österreich geboren. Nach dem Studium der Theologie, Philosophie und Geschichte arbeitete sie erst einige Zeit an der Universität Salzburg und beim Fernsehen um dann ab 2006 als freie Journalistin und Autorin zu arbeiten.
2010 erschien mit Der Kuss des Morgenlichts der erste Band der Nephilim-Saga, die 2011 mit Der Fluch der Abendröte fortgesetzt wurde. Beide Bücher haben mich sehr begeistert und ich habe nicht gezögert, Leah Cohn um ein Interview für meinen Blog zu bitten. Ich freue mich sehr, dass sie zugesagt hat.

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen, meine Fragen zu beantworten. Mal ganz ehrlich, wie gerne beantworten Sie Interview-Fragen? Ich kann mir vorstellen, dass es ab einem bestimmten Punkt ganz schön lästig sein kann.

✰ Wenn es interessante Fragen sind – immer wieder gerne. Als lästig empfinde ich es grundsätzlich nicht, es gehört eben zum Job.

Wie wichtig ist Ihnen der Kontakt zu Ihren Lesern? Suchen Sie ganz bewusst den Kontakt oder lassen Sie das eher auf sich zukommen?

✰ Ich mache gerne Lesungen oder Leserunden, beantworte E-mails, die ich bekomme, und verstehe meine Homepage inkl. Blog als Service an den Leser. Wer sich für die Hintergründe meiner Bücher interessiert, kann auf diese Weise gerne mehr darüber erfahren. Darüber hinaus spreche ich aber v.a. durch meine Bücher zu meinen Lesern.

Wie sehr nehmen Sie sich Kritik zu Herzen? Sind Sie gekränkt, wenn Sie eine schlechte Rezension lesen oder können Sie das locker wegstecken?

✰ Zu Beginn meiner Autorenkarriere war das schon manchmal sehr hart. Man muss lernen, eine Kritik nicht zu persönlich zu nehmen, gerade, wenn sie aus anonymer Quelle kommt. Das heißt nicht, dass man sie abschmettern soll – aus jeder Kritik lässt sich auch etwas Konstruktives mitnehmen. Aber zugleich muss man einsehen, dass man als Autor unmöglich jeden Leser zufrieden stellen kann.

Wie sind Sie zum Schreiben gekommen? Und welche Bedeutung hat das Schreiben in Ihrem Leben?

✰ Ich habe mir schon als kleines Kind ständig Geschichten ausgedacht – und irgendwann habe ich begonnen, sie aufzuschreiben. Schreiben ist mittlerweile mein Beruf – vor allem aber auch meine Berufung.

 

Woher haben Sie die Idee zur Nephilim-Saga genommen? Hatten Sie dabei literarische oder sonstige Inspiration?

✰ Ich habe Theologie studiert und damals schon von dieser mythologischen Figur gehört. Ich fand die Legende immer spannend, und als ich mir überlegt habe, etwas in Richtung „Paranormal Romance“ zu schreiben, habe ich gar nicht erst viel über Vampire, Werwölfe und Co. Nachgedacht, sondern es war mir gleich klar: Mein Hauptprotagonist wird ein Nephil.

Bevor ich Ihre Romane gelesen habe, waren mir Nephilim gänzlich unbekannt. Warum also gerade diese Spezies? Ist es eine Art Gegenentwurf zu den ganzen Vampiren, Engeln und Werwölfen, denen man zurzeit so zahlreich begegnet?

✰ Wie gesagt – ich fand diese biblische Legende einfach spannend und brachte als Theologin den entsprechenden Background mit. Ein bewusster Gegenentwurf war das nicht, sondern schlichtweg ein Stoff, der zu mir passte und mit dem ich mich gut identifizieren konnte.

Wie lange mussten Sie recherchieren, um die Nephilim glaubhaft darstellen zu können? Ich hatte beim Lesen den Eindruck, dass da Einiges an Recherche hinter steckt.

✰ Ich konnte auf sehr viel Vorwissen aufbauen, da ich mich jahrelang mit der Bibel und den apokryphen Schriften auseinandergesetzt habe. Auch das Thema „Engel“ hat mich immer interessiert. Von daher habe ich vertrautes Terrain betreten und musste mir zwar vieles, aber nicht alles aneignen.

Warum ist Sophie so jung? Besteht darin nicht die Gefahr, dass sie als naives Dummchen abgestempelt wird, die gleich vom ersten Liebhaber schwanger wird?

✰ Ohne Zweifel hat mir das als überzeugte Feministin auch ein bisschen Bauchschmerzen bereitet. Allerdings sehe ich Sophie nicht gerade als Role Model – denn welche junge Frau begegnet schon einem gutaussehenden Nephil? Auch wenn ich niemandem und insbesondere jungen Frauen keinesfalls raten würde, ihre Karriere für die Liebe aufzugeben, so empfinde ich eine Schwangerschaft nie als Katastrophe. Für den größeren Fehler, als schwanger zu werden, halte ich bei Sophie, dass sie danach nicht um ihre ursprünglichen Träume kämpft, obwohl sie durchaus die Möglichkeiten dazu hätte.

Trotz ihres jugendlichen Alters wirkt Sophie doch sehr reif, besonders im zweiten Band. Sehen Sie sie als eine Art Vorbild für junge alleinerziehende Mütter?

✰ Ich finde es gibt keinen Idealtypus „Mutter“, dem man – ob jung oder alt – zu entsprechen hat. Jeder muss da selbst seinen Weg finden. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass man als junge Mutter früher und schneller erwachsen wird. Jung und alleinerziehend ist in jedem Fall eine Kombination, die Respekt verdient. Ich bin seit einigen Monaten selbst Mutter einer kleinen Tochter – und ehrlich gesagt sehr dankbar, dass ich schon viel Lebenserfahrung mitbringe und einen Partner an meiner Seite habe.

Gibt es Aspekte Ihrer eigenen Persönlichkeit in Sophie?

✰ Die Liebe zur Musik, die Vorliebe für ein zurückgezogenes Leben, die Sensibilität.

Wie viele Bände werden noch folgen – und wie wird es mit Aurora, Nathan und Sophie weitergehen?

✰ Darüber kann ich leider noch nichts verraten.

Könnten Sie sich vorstellen, dass die Nephilim-Saga verfilmt wird?

✰ Sehr gut sogar!

Wie wird es für Sie weitergehen, wenn die Nephilim-Saga abgeschlossen ist? Haben Sie schon Ideen in der berühmten Schublade liegen?

 ✰ „Leah Cohn“ ist ja nur eines von mehreren Pseudonymen – ich schreibe außerdem unter den Namen Julia Kröhn oder Carla Federico jede Menge anderer Bücher. In jedem Fall habe ich aber viele Ideen speziell für Fantasy- und Mysterybücher.

Ich überlasse Ihnen das letzte Wort. Möchten Sie Ihren Lesern vielleicht noch ein paar letzte Worte hinterlassen?

✰ Danke, danke, dass es noch immer so viele Menschen gibt, die Bücher lesen und sich auf diese Weise ganz auf fremde Welten einlassen! Wie schrecklich wäre es für die, die so gerne Geschichten erzählen wollen, wenn es keine mehr gäbe, die bereit sind, sie zu hören!

Und ich sage danke, Leah Cohn für das Interview und die Zeit, die sie sich genommen hat. Schaut doch einfach mal auf ihrer Homepage vorbei.

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✰ Im Interview: Leah Cohn

Leah Cohn wurde 1975 in Linz/Österreich geboren. Nach dem Studium der Theologie, Philosophie und Geschichte arbeitete sie erst einige Zeit an der Universität Salzburg und beim Fernsehen um dann ab 2006 als freie Journalistin und Autorin zu arbeiten.
2010 erschien mit Der Kuss des Morgenlichts der erste Band der Nephilim-Saga, die 2011 mit Der Fluch der Abendröte fortgesetzt wurde. Beide Bücher haben mich sehr begeistert und ich habe nicht gezögert, Leah Cohn um ein Interview für meinen Blog zu bitten. Ich freue mich sehr, dass sie zugesagt hat.

 

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen, meine Fragen zu beantworten. Mal ganz ehrlich, wie gerne beantworten Sie Interview-Fragen? Ich kann mir vorstellen, dass es ab einem bestimmten Punkt ganz schön lästig sein kann.

✰ Wenn es interessante Fragen sind – immer wieder gerne. Als lästig empfinde ich es grundsätzlich nicht, es gehört eben zum Job.

 

Wie wichtig ist Ihnen der Kontakt zu Ihren Lesern? Suchen Sie ganz bewusst den Kontakt oder lassen Sie das eher auf sich zukommen?

✰ Ich mache gerne Lesungen oder Leserunden, beantworte E-mails, die ich bekomme, und verstehe meine Homepage inkl. Blog als Service an den Leser. Wer sich für die Hintergründe meiner Bücher interessiert, kann auf diese Weise gerne mehr darüber erfahren. Darüber hinaus spreche ich aber v.a. durch meine Bücher zu meinen Lesern.

 

Wie sehr nehmen Sie sich Kritik zu Herzen? Sind Sie gekränkt, wenn Sie eine schlechte Rezension lesen oder können Sie das locker wegstecken?

✰ Zu Beginn meiner Autorenkarriere war das schon manchmal sehr hart. Man muss lernen, eine Kritik nicht zu persönlich zu nehmen, gerade, wenn sie aus anonymer Quelle kommt. Das heißt nicht, dass man sie abschmettern soll – aus jeder Kritik lässt sich auch etwas Konstruktives mitnehmen. Aber zugleich muss man einsehen, dass man als Autor unmöglich jeden Leser zufrieden stellen kann.

 

Wie sind Sie zum Schreiben gekommen? Und welche Bedeutung hat das Schreiben in Ihrem Leben?

✰ Ich habe mir schon als kleines Kind ständig Geschichten ausgedacht – und irgendwann habe ich begonnen, sie aufzuschreiben. Schreiben ist mittlerweile mein Beruf – vor allem aber auch meine Berufung.

 

Woher haben Sie die Idee zur Nephilim-Saga genommen? Hatten Sie dabei literarische oder sonstige Inspiration?

✰ Ich habe Theologie studiert und damals schon von dieser mythologischen Figur gehört. Ich fand die Legende immer spannend, und als ich mir überlegt habe, etwas in Richtung „Paranormal Romance“ zu schreiben, habe ich gar nicht erst viel über Vampire, Werwölfe und Co. Nachgedacht, sondern es war mir gleich klar: Mein Hauptprotagonist wird ein Nephil.

 

Bevor ich Ihre Romane gelesen habe, waren mir Nephilim gänzlich unbekannt. Warum also gerade diese Spezies? Ist es eine Art Gegenentwurf zu den ganzen Vampiren, Engeln und Werwölfen, denen man zurzeit so zahlreich begegnet?

✰ Wie gesagt – ich fand diese biblische Legende einfach spannend und brachte als Theologin den entsprechenden Background mit. Ein bewusster Gegenentwurf war das nicht, sondern schlichtweg ein Stoff, der zu mir passte und mit dem ich mich gut identifizieren konnte.

 

Wie lange mussten Sie recherchieren, um die Nephilim glaubhaft darstellen zu können? Ich hatte beim Lesen den Eindruck, dass da Einiges an Recherche hinter steckt.

✰ Ich konnte auf sehr viel Vorwissen aufbauen, da ich mich jahrelang mit der Bibel und den apokryphen Schriften auseinandergesetzt habe. Auch das Thema „Engel“ hat mich immer interessiert. Von daher habe ich vertrautes Terrain betreten und musste mir zwar vieles, aber nicht alles aneignen.

 

Warum ist Sophie so jung? Besteht darin nicht die Gefahr, dass sie als naives Dummchen abgestempelt wird, die gleich vom ersten Liebhaber schwanger wird?

✰ Ohne Zweifel hat mir das als überzeugte Feministin auch ein bisschen Bauchschmerzen bereitet. Allerdings sehe ich Sophie nicht gerade als Role Model – denn welche junge Frau begegnet schon einem gutaussehenden Nephil? Auch wenn ich niemandem und insbesondere jungen Frauen keinesfalls raten würde, ihre Karriere für die Liebe aufzugeben, so empfinde ich eine Schwangerschaft nie als Katastrophe. Für den größeren Fehler, als schwanger zu werden, halte ich bei Sophie, dass sie danach nicht um ihre ursprünglichen Träume kämpft, obwohl sie durchaus die Möglichkeiten dazu hätte.

 

Trotz ihres jugendlichen Alters wirkt Sophie doch sehr reif, besonders im zweiten Band. Sehen Sie sie als eine Art Vorbild für junge alleinerziehende Mütter?

✰ Ich finde es gibt keinen Idealtypus „Mutter“, dem man – ob jung oder alt – zu entsprechen hat. Jeder muss da selbst seinen Weg finden. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass man als junge Mutter früher und schneller erwachsen wird. Jung und alleinerziehend ist in jedem Fall eine Kombination, die Respekt verdient. Ich bin seit einigen Monaten selbst Mutter einer kleinen Tochter – und ehrlich gesagt sehr dankbar, dass ich schon viel Lebenserfahrung mitbringe und einen Partner an meiner Seite habe.

 

Gibt es Aspekte Ihrer eigenen Persönlichkeit in Sophie?

✰ Die Liebe zur Musik, die Vorliebe für ein zurückgezogenes Leben, die Sensibilität.

 

Wie viele Bände werden noch folgen – und wie wird es mit Aurora, Nathan und Sophie weitergehen?

✰ Darüber kann ich leider noch nichts verraten.

 

Könnten Sie sich vorstellen, dass die Nephilim-Saga verfilmt wird?

✰ Sehr gut sogar!

 

Wie wird es für Sie weitergehen, wenn die Nephilim-Saga abgeschlossen ist? Haben Sie schon Ideen in der berühmten Schublade liegen?

 ✰ „Leah Cohn“ ist ja nur eines von mehreren Pseudonymen – ich schreibe außerdem unter den Namen Julia Kröhn oder Carla Federico jede Menge anderer Bücher. In jedem Fall habe ich aber viele Ideen speziell für Fantasy- und Mysterybücher.

 

Ich überlasse Ihnen das letzte Wort. Möchten Sie Ihren Lesern vielleicht noch ein paar letzte Worte hinterlassen?

✰ Danke, danke, dass es noch immer so viele Menschen gibt, die Bücher lesen und sich auf diese Weise ganz auf fremde Welten einlassen! Wie schrecklich wäre es für die, die so gerne Geschichten erzählen wollen, wenn es keine mehr gäbe, die bereit sind, sie zu hören!

 

 

Und ich sage danke, Leah Cohn für das Interview und die Zeit, die sie sich genommen hat. Schaut doch einfach mal auf ihrer Homepage vorbei. Oder lest meine Rezensionen zu Der Kuss des Morgenlichts und Der Fluch der Abendröte.